Ein Lebenszeichen aus Logaweng

Einige dachten wahrscheinlich schon dieser Blog ist im Sande verlaufen. Versuche jetzt mal ihn wieder etwas zu aktivieren.
Logaweng wo wir ja mittlerweile schon seit einem Jahr wohnen ist wirklich sehr anders im Vergleich zu unserem Leben in Biliau.
Wir haben hier zur Zeit ca. 80 Studenten im 1. 2. 3. und 5. Jahre.
Im 4. Jahr ist hier das Vikariat und somit fehlt immer ein Jahrgang. Ab dem 2. Jahr sollen/müssen die Studenten ihre Frau mit hier her bringen so sie eine haben.
Unterrichtet wird so ein Querschnitt von Neuen Testament, Alten Testament, Kirchengeschichte, Dogmatik, etwas Pfarramtsführung, Liturgie, Ethik und auch etwas Englisch. Der Unterricht läuft in Tok Pisin.
Um 7:00 beginnt die 1. Stunde!! Das war eine ganz schöne Umstellung. Danach gibt es einen kleinen Gottesdienst und bis 12:00 geht es weiter mit Unterricht. Nachmittags ist zum lernen, Garten machen (die Studenten müssen sich alle selbst versorgen, bekommen dafür aber ein Land zugewiesen), diverse kleine Jobs und zweimal die Woche Gemeinschaftsarbeiten, wie Rasen und Hecken schneiden, Straße ausbessern, Unkraut rupfen… da müssen auch die Frauen ran.

Markus unterrichtet zur Zeit 12h, das klingt zwar nicht viel aber dazu kommt noch die Station und die Werkstatt am Laufen zu halten, da dafür momentan kein Mitarbeiter da ist. Zwischenzeitlich war er auch kommissarischer Schatzmeister, nachdem der Kollege, der dies sonst macht im Urlaub war. Zudem kommt noch ein Haufen Verwaltungsarbeit von den Partnerkirchen.
Das ist auch ein Grund weshalb dieser Blog sehr schleifen gelassen wurde, wir haben oft am Abend bzw. oft erst in der Nacht einfach keinen großen Nerv mehr noch einen Blogeintrag zu schreiben.
Außer uns und unseren Nachbarn, die schon seit zehn Jahren hier arbeiten, gibt es noch 6 Einheimische und einen Pfarrer von den Philippinen die hier unterrichten. Rektor ist ein einheimischer Pfarrer, Pastor Kedabing. Seit neuestem haben wir noch eine amerikanische Pastorin als Kollegin..

Die Frauen bekommen hier auch ein bisschen Unterricht, einige die weder Lesen noch Schreiben können bekommen einen Lese- und Schreibkurs. Neulich hat eine von ihnen die Liturgie und die Lesung in einem Gottesdienst für die Mamas gemacht, war richtig gut und sie war auch mächtig stolz. Ansonsten gibt es noch Nähunterricht, eine kleine Einführung in Altes und Neues Testament und andere biblische Themen, Kindergottesdienst, Gesundheitserziehung und Geburtshilfe. Letzteres darf ich unterrichten. Meine Ahnung von Geburtshilfe ist zwar eher theoretisch, aber in den Jahren habe ich ja jetzt auch schon einiges zu sehen bekommen. Außerdem habe ich mich noch mit einer neuguinesischen Hebamme getroffen. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und die Frauen haben auch ihren Spaß dabei. Nele unterrichte ich auch noch, mittlerweile ist sie schon 4. Klässlerin. Ein bisschen Unterstützung habe ich da jetzt durch Tanja, die neue Volontärin aus Deutschland bekommen. Sie ist eigentlich für das Semin

ar da, aber wir haben einen Tag für Nele rausgehandelt. Das tut glaube ich sowohl Nele als auch mir ganz gut.

Wir haben dieses Jahr auch schon unsere erste “richtige” Regenzeit hier in PNG mitgekriegt. – In Biliau war es ja das ganze Jahr über eher trocken. Es hat teilweise 3 Wochen am Stück nur geregnet und zwar richtig. Die Folge davon war, dass eine sehr wichtige Verbindungsbrücke an der Küstenstraße jetzt im Nichts endet, da der darunter liegende Fluß Mape, ca. 30m Land weg gespült hat. D.h. die Menschen müssen jetzt mit einem PMV (öffentliche Busse) bis zur Brücke fahren, dort alles auf ein Kanu um laden, rüber paddeln und wieder hoffen einen PMV auf der anderen Seite zu bekommen.
Das bedeutet auch, dass die Marktsituation, sprich alles Essbare, ziemlich eingeschränkt ist. Bis das wieder repariert wird, bzw. eine neue Brücke gebaut wird, werden sicher noch ein zwei Jahre vergehen…

Das war’s erstmal einfach um euch mal seit langem wieder einen kleinen Einblick in unser Leben am anderen Anfang der Welt zu geben;-)

Christiane

3 Reaktionen zu “Ein Lebenszeichen aus Logaweng”

  1. Charlotte

    Schön von Euch zu hören!!!
    Wie gut, dass es nur am Zeitmangel liegt, dass Ihr nicht geschrieben habt und nicht an sonstigen Katastrophen :o)
    Ganz liebe Grüße
    Eure Hepps

  2. Johanna

    Hallo liebe Paulsteiners,
    ich hab neulich schon mal versucht euch was zu schreiben und ich hoffe meine Mail ist angekommen.
    Ich habe soeben deinen neuen Bericht gelesen liebe Christiane ;-))
    ich vermisse PNG so sehr, obwohl ich nur so kurz dort war!!!
    Viele liebe Grüße an alle und vorallem an Nele und Noemi und Sarah und Flier sowie Kedabing Lukas und Mitio :-)
    Vielleicht könnt ihr mir mal eure Adresse schicken, dann würde ich nämlich die Armbänder, die ich für Nele und Noemi gemacht habe mal nach PNG schicken :-D
    Eure Johanna
    P.S Ihr glaub nicht wen ich neulich in Erlangen getroffen habe ;-D ja ganz genau: Martin

  3. Sabine

    Liebe Paulsteiners,

    schön, von euch zu lesen!!

    Viele liebe Adventsgrüße aus Rodgau
    Sabine

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